Physikalische Therapie
In Piestany werden während der Badekur sämtliche Arten von physikalischer Wasser-, Elektro- und Lichttherapie
nach Anweisungen des behandelnden Arztes intensiv angewandt. Von den hydrotherapeutischen Anwendungen
wird vor allem die Unterwassermassage mit einem Wasserstrahl unter einem Druck von 2-3 Atmosphären angewandt.
Sie dient zur Lockerung der Arm- und Beinmuskulatur und der Sehnen. Im Wirbelbad bekommt die Haut
eine zarte Massage, die eine erhöhte Durchblutung und Durchwärmung der Gewebe bewirkt, was einen beschleunigten
Abbau der Abfallstoffe zur Folge hat. Bei schottischen Spritzen wird gleichzeitig ein kalter und warmer
Wasserstrahl verwendet. Die Reizwirkung unterschiedlicher Temperaturen wird vor allem zur Abhärtung des
Organismus und zur Nervenberuhigung genutzt. In der hydrotherapeutischen Abteilung werden auch kohlensaure
Bäder und Perlbäder verabreicht. Bei Erkrankungen der Gelenke und Knochen wird erfolgreich die Elektrotherapie
eingesetzt. Sie ist eine Kombination von mechanischen, thermischen und physikalisch-chemischen Faktoren,
wodurch eine tiefenwirksame Durchwärmung und Durchblutung der Gewebe, eine Lösung der schmerzhaften
Muskelspannung, eine höhere Schmerzschwelle, eine Regeneration der Gewebe, eine Absorption der Abfallstoffe
und eine dämpfende Wirkung auf das vegetative Nervensystem erzielt wird. In Piestany werden vor allem der
Elektroschall, Interferenzströme, Diadynamik, Magnettherapie, Vierkammergalvanisation, Nemectrodyn u. a. m.
appliziert. Von den heliotherapeutischen Geräten gelangen Solux und Höhensonne zur Anwendung. Bade- und
hydrotherapeutische Anwendungen werden in angebrachten Fällen durch Behandlungen im Wasser und auf
dem Behandlungstisch wirksam ergänzt. Traktionen ermöglichen ein Dehnen des Rumpf- oder Halsteiles der
Wirbelsäule und somit eine Lockerung verkürzter Muskeln und starrer Nackenpartien, wobei auch die entsprechenden
Nervenstrukturen entspannt werden.